Thomas Leuthard - Street Photographer

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In Youtube bin ich auf einen Vortrag gestoßen, in dem der Schweizer Thomas Leuthard nicht nur sehr kurzweilig seine Leidenschaft „Street Photography“ vorstellt, sondern auch intensiv die Fragen beleuchtet, die manchen Interessierten abschrecken, selbst mit der Kamera auf der Straße „drauf“ zu halten. Rechtliche Fallstricke, mögliche aggressive Reaktionen der Abgelichteten usw. waren damals (2012) bereits nicht wegzudiskutieren. Leuthard verstand es jedoch, eine unbefangene und optimistische Sicht auf diese Ausdrucksform zu vermitteln und belegte mit beeindruckenden Bildern, das Street Photography trotz aller Bedenken wirkliche Kunst sein kann. Kunst, die nicht kompromittiert, nicht diffamiert, sondern das Auge des Betrachters auf die Dinge lenkt, die berühren, nachdenklich oder heiter stimmen. Dinge, die man im „normalen“ Tagesablauf meist gar nicht wahrnimmt, für die man einen besonderen Blick und einen sensiblen Auslöse-Finger braucht.

Thomas Leuthard hat beides und weiss stets vortrefflich damit umzugehen, wie man in diesem verlinkten Video sehen kann.

Nachtrag Oktober 2018:

Der Vortrag datiert aus der Zeit vor der DSVGO. Seither ist es nicht einfacher geworden, in der Öffentlichkeit fremde Menschen zu fotografieren. Dennoch vermittelt Leuthard etwas von dem Geist der Street Photography, ohne den berühmte Fotos wie die von Henri Cartier-Bresson, Robert Frank oder Saul Leiter nicht möglich gewesen wären…

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